
Der D350 ist bekannter unter der Bezeichnung E350, wobei das E nur für den erweiterten Betriebstemperaturbereich steht. Vorgestellt wurde der D350 mit dem obigen Blockschaltbild im Magazin Radio Fernsehen Elektronik 5/1980. Der Baustein bietet mehrere Teilerstufen. Im oberen Bereich findet sich ein 10/1-Teiler, ein 6/1-Teiler und nochmal ein 10/1-Teiler. Im unteren Bereich kommen ein 24/1-Teiler und zwei 2/1-Teiler dazu.

Der D350 wurde relativ schnell vom D351 abgelöst. Die erste Erwähnung des D351 findet sich in der Radio Fernsehen Elektronik 8/1982. Vollständig gleich verwendbar sind die beiden Bausteine nicht, da sich die Zuordnung der Pins geändert hat. Zusätzlich sind die Ein- und Ausgänge in der oberen Teilerkette aufgetrennt und lassen sich so flexibler verwenden.

Der D351 nutzt die I2L-Technik, wie sie im Rahmen des CA3161 genauer beschrieben ist. Die Radio Fernsehen Elektronik zeigt den Aufbau eines einzelnen 2:1-Teilers, der nur fünf dieser I2L-Transistoren benötigt. Der Strich oberhalb des oberen T-Eingangs ist ein Druckfehler. Die Transistoren werden mit unterschiedlichen Injektorstromstärken betrieben, wodurch sie unterschiedliche Schaltgeschwindigkeiten bieten. Die gefüllten Kreise kennzeichnen die langsameren Transistoren. Unter dem Titel "I2L-Schaltungstechnik" findet sich in der Radio Fernsehen Elektronik 8/1977 ein Artikel, der beschreibt, dass man die unterschiedlichen Schaltgeschwindigkeiten alternativ auch mit unterschiedlich großen PNP-Transistoren in den I2L-Strukturen erzeugen kann.

Eine typische Anwendung des D351 ist die Kombination mit dem Zeitschaltkreis D355, wodurch sich Zeitbereiche bis zu 40 Tage realisieren lassen.

Der hier vorliegende Baustein wurde im März 1986 produziert (U3).
Die Abmessungen des Dies betragen 2,26mm x 1,55mm. Es scheint sich um die erste Revision des Designs zu handeln. Die Schaltung besteht hauptsächlich aus I2L-Technik.
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Auf diesem Bild ist ein D350 zu sehen. Die Anordnung der Schaltungsblöcke ist dem D351 ähnlich.
Hier ist eine frühe Version des D350 mit sehr vielen Teststrukturen zu sehen.
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