Richi´s Lab

 

Logitech M705

 

Logitech M705

Die Logitech M705 ist eine Funkmaus mit einer Auflösung von 1000dpi.

 

Logitech M705

Das optische Element ist im Gegensatz zur üblichen, mittigen Platzierung sehr nah am Rand angeordnet.

 

Logitech M705 Programmierschnittstelle

Im Batteriefach sind acht Kontakte zugänglich, die vermutlich das Aufspielen von Software ermöglichen. Durch diesen Aufbau kann man auch nach der Produktion der Maus noch eine Softwareaktualisierung durchführen.

 

Logitech M705 Platine

Die Maus ist sehr platzsparend aufgebaut. Man kann erkennen, dass das unter anderem deswegen möglich war, weil die optische Einheit relativ wenig Volumen einnimmt und seitlich platziert ist. Durch diesen Aufbau bleibt mittig mehr Platz für die Scrollrad-Einheit.

Im Vordergrund ist rechts ein Schaltregler zu erkennen, der aus der Batteriespannung die benötigte Versorgungsspannung erzeugt.
Ebenfalls im Vordergrund befinden sich zwei Quarzbausteine. Während der eine ein gängiges Gehäuse aufweist, verwundert die Bauform des zweiten Quarzes doch etwas.

 

Logitech M705 Platine ATMEGA168 nRF24L01

Als steuernder Mikrocontroller arbeitet auf der Unterseite der Platine ein ATMEGA168 von Atmel.

Das Unifying-Funkmodul realisiert ein nRF24L01.

 

Logitech M705 Antenne

Im Anpassungsnetzwerk des Funkmoduls befindet sich ein freier Bestückplatz, der mit C24 beschriftet ist und laut Application Note üblicherweise mit einem 1pF-Kondensator bestückt wird. Vermutlich machten die Umgebungsbedingungen den Kondensator überflüssig.

Interessant ist vor allem ein Detail der Antenne. Im Bestückungsdruck ist ein Maßstab dargestellt. Während der Entwicklung ist ein solcher Maßstab zur Anpassung der Antenne sehr hilfreich. In einem Serienprodukt könnte der Aufdruck allerdings entfallen.

 

Logitech M705 Laser Sensor

Die optische Einheit ist in das untere Kunststoffelement der Maus eingeklipst und über ein Flexkabel mit der Hauptplatine verbunden.

Die Oberseite besteht aus einer dünnen Platine, auf der sich die Ziffernfolgen "EL1A", "0J09B" und "C" befinden. Es könnte sich hier um Typbezeichnungen handeln, es lassen sich darüber aber keine weiteren Informationen finden.

 

Logitech M705 Laser Sensor Linsen

In der optischen Einheit befinden sich bereits Linsen, weswegen auf ein zusätzliches Linsensystem verzichtet werden konnte.

 

Logitech M705 Laser Sensor

Logitech M705 Laser Sensor

Das Linsenelement ist auf einen Kunststoffblock aufgeklipst, der wiederum auf die dünne Trägerplatine aufgeklebt wurde.

Unterschiedliche Vertiefungen und ein Kragen sollen dafür sorgen, dass das Licht des Lasermoduls den Sensor nicht auf direktem Weg erreichen kann.

 

Logitech M705 Laser Die Sensor Die

Der Kunststoffblock lässt sich relativ gut mit einem Teppichmesser von der Trägerplatine lösen.

Darunter befindet sich das Sensorelement und die Laserdiode in zwei abgetrennten Bereichen. In Anbetracht der aufwändigeren Regelung der Laserdiode und der anscheinend restriktiveren Platzierung, ist es nur logisch sowohl den Laser, als auch den Sensor in ein Gehäuse zu integrieren.
Da keine direkte Verbindung vom Laser zur Schnittstelle des Moduls existiert, musste parallel zum Laser kein Überspannungsschutz platziert werden.

In jedem Bereich befindet sich ein Keramikkondensator. Mindestens einer der Kondensatoren dürfte die Versorgungsspannung des Sensorelements stabilisieren. Die Leistung der Laserdiode wird über ihren Strom geregelt, es ist aber dennoch denkbar, dass der untere Kondensator eine zusätzliche Versorgungsspannung für die Laserdiode stützt.

Sowohl für das Sensorelement als auch für die Laserdiode wurden auf der Platine Markierungen aufgebracht, die das korrekte Platzieren der Dies unterstützen. Beim Sensorelement handelt es sich um kleine Pfeile der Metalllage an den Seiten des Sensorelements. Bei der Laserdiode handelt es sich um vier Rauten, die in der umgebenden Metalllage ausgespart wurden.
Das Sensorelement ist so angeordnet, dass sich das Sensorarray selbst mittig, unter der darüber liegenden Linse befindet.

 

Logitech M705 Laser Die Oberflächenemitter

Logitech M705 Laser Die Oberflächenemitter

Die Laserdiode ist mit einer Kantenlänge von ungefähr 210µm etwas kleiner als die der Logitech G9. Die Strukturen auf dem Die sind filigraner.

Die Metalllage bildet die Zahlenfolgen "219" und "235" ab.

Das Auskopplungsfenster des Oberflächenemitters ist deutlich zu erkennen. Davon abgesehen scheinen sich zusätzlich noch kleinere Strukturen um das Fenster herum zu befinden.

Die optische Erscheinung des Laserelements erinnert an die Lasermodule der Firma II-VI LASER ENTERPRISE.

 

Logitech M705 Sensor Die

Das Die besitzt zwei Pads im unteren, linken Bereich, die anscheinend während der Produktion kontaktiert wurden.
An den Kanten des Dies sind die Reste von Testpunkten erkennbar.

Das eigentliche Sensorelement des Sensorchips besteht aus 30x30 Pixeln und ist hier links zu sehen.
Rechts befindet sich ein Logikbereich. Speicherelemene sind nicht zu erkennen. Die Auswertung scheint hier stark optimiert worden zu sein, da keine Signalprozessoranteile mehr notwendig waren. Die geringere Auflösung trägt selbstverständlich dazu bei, dass die Datenverarbeitung einfacher gestaltet werden konnte.

 

Logitech M705 Sensor Die Detail

Die einzige Bezeichnung auf dem Die ist die Zeichenfolge T7786G001I. Aber auch darüber lässt sich nicht herausfinden um welchen Sensor oder auch nur Hersteller es sich handelt.

 

Logitech M705 Sensor Die Pixel

Die Pixel haben eine Kantenlänge von etwas mehr als 30µm, sind also nur halb so groß wie bei der Logitech G9.

Die Pixel besitzen keine erkennbare Abschattung. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich um einen CCD-Sensor handelt. Bei einem CCD-Sensor werden die Ladungen der Pixel nicht gepuffert und über eine gemeinsame Spalte oder Zeile weitergeleitet, sondern von Pixel zu Pixel bis zum Rand übertragen.
CCD-Sensoren sind auf Grund der größeren aktiven Fläche lichtempfindlicher, was die geringere Größe erklärt. Die Auslesegeschwindigkeit ist allerdings auf Grund des komplexeren Ladungstransports geringer.

 

Logitech M705 Sensor Die Detail

Bei den Bereichen oberhalb und unterhalb des Sensorarrays dürfte es sich hauptsächlich um Schaltungsteile handeln, die die Transporttakte für die CCD-Zeilen generieren und passend zusteuern.

 

Logitech M705 Sensor Die Detail

Der Bereich zwischen dem Sensorarray und der Logik besteht aus fünf gleichmäßig erscheinenden Strängen. In jedem Strang sind 30 gleiche Segmente erkennbar. Unter anderem auf Grund der zur Zeilenanzahl passenden Anzahl der Segmente ist davon auszugehen, dass hier die Analog-Digital-Wandler zu sehen sind. Entweder handelt es sich um fünf kaskadierte Analog-Digital-Wandler je Zeile, die für eine schnelle Wandlungsfrequenz sorgen, oder die fünf Spalten stellen je CCD-Zeile einen Analog-Digital-Wandler dar.

Auf die Analog-Digital-Wandler folgen rechteckige Flächen der Metalllage. Es handelt sich allerdings nur um 25 Elemente.

 

Logitech M705 Sensor Die Detail Gatearray

Der Logikbereich lässt sich nicht sauber auflösen. Die minimale Strukturbreite kann hier kaum größer als 1µm sein. in der rechten oberen Ecke sind aber ansatzweise die typischen Zeilenstrukturen von Gatearrays erkennbar. Mindestens zwei, vermutlich eher drei Metalllagen verbinden die verwendeten Logikblöcke.
Interessant ist, dass es sich hier scheinbar nicht um einen Mikrocontroller sondern um eine reine Ansammlung von Logikelementen handelt.

 

Logitech M705 Sensor Die Detail Gatearray

Die Blöcke am rechten und am unteren, rechten Rand enthalten vermutlich die Stromregelung für die Laserdiode.

Der rechte Block scheint als reine Abschirmung zu dienen. Wenn es auch unwahrscheinlich erscheint, so könnte es sein, dass sich darunter ein Speicher befindet, der über die Metalllage von der Umgebung abgeschirmt ist.

 

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