
Der Atmel AT28C256 ist ein EEPROM mit einer Speichertiefe von 32kB. Eine Gehäusevariante ist das hier vorliegende keramische LCC-Gehäuse mit 32 Kontakten. Die Zahlen 15 zeigen, dass die mittleren Zugriffszeit 150ns beträgt.

Das Datenblatt zeigt in einem einfachen Blockschaltbild den typischen Aufbau eines EEPROMs.

Das Die ist 8,2mm x 5,6mm groß. Den größten Teil der Fläche nimmt eine sehr homogene Speicherfläche ein.
Dieses Bild ist auch in einer höheren Auflösung verfügbar: 90MB

An der linken Kante findet sich das Atmel-Logo. Die Zahlenfolge 5105 könnte eine interne Projektbezeichnung sein. Das Design stammt aus dem Jahr 1987. Im rechten Bereich sind die Revisionen von neun Masken erkennbar.



An der linken Kante sind an drei Stellen interessante Schaltungsteile zu finden. Es handelt sich immer um einen Schaltungsblock, der mit einem kleinen Element verbunden ist. Das kleine Element ist auffällig isoliert platziert. Mehrere Isolationsrahmen sorgen für eine gewisse Abschirmung. Im ersten Moment könnte man meinen, dass es sich um Konfigurationselemente handelt, die mit sehr hohen Spannungen oder sogar über externe Eingriffe, zum Beispiel mit einem Laser gesetzt werden. An der rechten Kante des Dies zeigt sich aber, dass die Elemente wohl eine andere Funktion erfüllen.

An der rechten Kante ist direkt sichtbar, was sich auf den zweiten Blick auch an der linken Kante finden lässt: Die kleinen Elemente sind direkt mit den Eingangspotentialen verbunden. Man meint, dass es sich nicht um Schutzstrukturen handeln kann, da an der linken Kante die Eingangspotentiale erst tiefer in die Schaltung hineingeführt werden, bevor sie später an den kleinen Elementen ankommen. Die kleinen Elemente sind aber, nach den Strukturen direkt am Bondpad, der erste Berührungspunkt mit dem Silizium und damit könnte es sich doch um Schutzelemente handeln.

Im Detail betrachtet scheint es sich bei den kleinen Elementen um einfache MOSFETs zu handeln.

Wie die Speicherzellen genau aufgebaut sind, kann man nicht erkennen.